Der Forget Fear Freitag: Das Programm zum 15.06.

by Ben

Auch wenn es in der Biennale-Dependance in der Eisenhüttenstädter Straße der Republik im letzten Monat etwas stiller zuging, als mancher erwartete, bedeutet das nicht, dass es zu keiner Perspektiven filternden Auseinandersetzung mit der Stadt kam. Vielmehr wurde Eisenhüttenstadt beispielsweise in dieser Tagen so umfänglich durchfotografiert, wie schon lange nicht mehr. Die lichtbildnerische Gesamtauseinandersetzung der sich wandelnden Stadt ist freilich ein Dauerprojekt. Und irgendwie, so fühlt es sich jedenfalls an, ein expandierendes.

Es ist dabei nicht unwahrscheinlich, dass sich in dem wahrnehmbar wachsenden Interesse an der Stadt genau das spiegelt, was auch die Berlin Biennale veranlasste, sich selbst auf diesen Ort zu projizieren. Am kommenden Freitag wird man auch darüber diskutieren können. Denn dann werden die entsprechenden Akteure vor Ort sein und das reziproke Filtern zu einem vorläufigen Klimax bringen. Und wie man die Welt und ihren Lauf so kennt, ist auch dies nur einer von zahllosen Markern auf dem Zeitstrahl der Eisenhüttenstadt-Geschichte, die sich bereits ankündigen. Und überhaupt: Irgendeine Zukunft kommt ja immer. Und: Wie auch immer die Gegenwart ausfällt (oder stattfindet), eines sollte man aus der Präsenz auch dieses Filter-Projektes als dauergültige Maxime behalten: Vergiss die Furcht. Und – dies zuerst – komm vorbei.

Nachfolgend der Ablaufplan zum Freitagnachmittag.

Filter 15.06.

Die Autos sind weiß in Eisenhüttenstadt, die Bäume sind grün, der Himmel ist (im Bild leider nicht erkennbar) blau. Und so ähnlich wird es auch am Freitag sein. Woran es noch fehlt im Revier, sind die Menschen. Aber da wir in jedem Fall die beiden äußerst agilen Schulklassen des Sichtwechsel-Projektes und mindestens ein halbes Dutzend weltgewandte KünstlerInnen aufeinandertreffen lassen, dürfte eine grundlegende Eigendynamik garantiert sein. Alles Weitere wird sich zeigen. In jedem Fall sind wir vollkommen furchtlos und bester Dinge.

15.06.2012, ab 16 Uhr
GEFILTERT DURCH EISENHÜTTENSTADT
Straße der Republik 37, 15890 Eisenhüttenstadt

Die 7. Berlin Biennale präsentiert Gefiltert durch Eisenhüttenstadt in Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm/DAAD und me Collectors Room Berlin/Stiftung Olbricht. In den vergangenen Wochen hat das Berliner Künstlerprogramm/DAAD eine Satelliten-Residency in Eisenhüttenstadt eingerichtet während der me Collectors Room Berlin/Stiftung Olbricht das Projekt Sichtwechsel initiiert hat.

Beide Projekte werden am Freitag, 15.06.2012 ab 16 Uhr in Eisenhüttenstadt vorgestellt:

16 Uhr

me Collectors Room Berlin/Stiftung Olbricht: Sichtwechsel Buchpräsentation des Schüleraustauschprojekts Sichtwechsel der Gustav-Falke-Grundschule, Berlin und der Schönfließer Grundschule, Eisenhüttenstadt.

Die SchülerInnen der Eisenhüttenstädter Schönfließer Grundschule und der Berliner Gustav-Falke-Grundschule haben sich über besondere Orte und wundersame Kunstobjekte in ihrer Stadt ausgetauscht. Die SchülerInnen, die sich bisher nur über Steckbriefe und Postkarten kennengelernt haben begegnen sich bei der Veranstaltung zum ersten Mal persönlich.

17 Uhr

Berliner Künstlerprogramm/DAAD: Satelliten-Residency in Eisenhüttenstadt Präsentation von Werken und Konzepten im Zusammenhang mit der Satelliten-Residency des Berliner Künstlerprogramms in Eisenhüttenstadt. Mit Beiträgen von: Bani Abidi, Jennifer Bornstein, Theo Eshetu, Erik Lindner, Yutaka Makino und Mona Vătămanu / Florin Tudor.

In Zusammenarbeit mit der 7. Berlin Biennale hat das Berliner Künstlerprogramm seit Mai 2012 eine Satelliten-Künstlerresidenz in Eisenhüttenstadt eingerichtet – bestehend aus einer Wohnung und einem Arbeitsraum, der auch als
Veranstaltungsort genutzt werden kann. Die aktuellen internationalen Gäste des Berliner Künstlerprogramms sowie mehrere ehemalige Gäste sind eingeladen, einige Zeit in Eisenhüttenstadt zu leben und zu arbeiten. Den Künstlern steht es frei, die Stadt als Rückzugsort zu nutzen, sich mit der Architektur der sozialistischen Planstadt um das Stahlwerk zu beschäftigen oder das Oderland zu erkunden.

Weitere Informationen zu Gefiltert durch Eisenhüttenstadt finden Sie hier.
http://www.berlinbiennale.de/blog/projekte/gefiltert-durch-eisenhuttenstadt-22947

Das Projekt wird unterstützt von der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt und der Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft GmbH.

15.06.2012, from 4 pm
FILTERED BY EISENHÜTTENSTADT
Straße der Republik 37, 15890 Eisenhüttenstadt

The 7th Berlin Biennale presents Filtered by Eisenhüttenstadt in cooperation with Artists-In-Berlin-Program/DAAD and me Collectors Room Berlin/Olbricht Foundation. During the last weeks the Artists-In-Berlin-Program/DAAD set up a
Satellite Residency in Eisenhüttenstadt while me Collectors Room Berlin/Olbricht Foundation initiated the project Change of Perspective. Both projects will be introduced in Eisenhüttenstadt on Friday, June 15, 2012 from 4 pm on.

4 pm
me Collectors Room Berlin/Olbricht Foundation: Change of Perspective Book presentation of the student exchange project Change of Perspective of the primary schools Gustav-Falke-Grundschule, Berlin and Schönfließer Grundschule,
Eisenhüttenstadt.

The students from Gustav Falke School in Berlin exchange views with students from Schönfliesser School in Eisenhüttenstadt on remarkable places and noteworthy pieces of art in their respective cities. On the occasion of this
event the students who so far only had contact through letters meet in person for the very first time.

5 pm

Artists-In-Berlin-Program/DAAD: Satellite Residency in Eisenhüttenstadt Presentation of works and concepts on the occasion of the Satellite Residency by the Artists-In-Berlin-Program in Eisenhüttenstadt. With contributions by: Bani
Abidi, Jennifer Bornstein, Theo Eshetu, Erik Lindner, Yutaka Makino, and Mona Vătămanu/Florin Tudor.

Together with the 7th Berlin Biennale the Artists-in-Berlin-Program established a Satellite Residency in Eisenhüttenstadt since May 2012—consisting of an apartment and a studio, which can also be used as an event space. Current international guests as well as past guests of the program are invited to live and work in Eisenhüttenstadt for some time. The artists are free to use the city as place of retreat, deal with the architecture of the socialist model city
around the steelwork or to explore the landscape of Oderland.

Please find further information on Filtered by Eisenhüttenstadt here.
http://www.berlinbiennale.de/blog/en/projects/filtered-by-eisenhuttenstadt-22968

Supported by Stahlstiftung Eisenhüttenstadt and Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft GmbH.

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