Über dieses Weblog

Vom 27.04.2012 bis 01.07.2012 findet die 7. Berlin Biennale unter dem Motto “Forget Fear” statt. Neben den Aktivitäten in Berlin wird als externer Ort die in Ostbrandenburg gelegene einstige sozialistische Vorzeige- und Planstadt Eisenhüttenstadt einbezogen. Dieser Programmteil läuft unter dem Titel Gefiltert durch Eisenhüttenstadt und verfolgt laut Kurator Artur Żmijewski folgendes Ziel:

„Es ist einfach, in Berlin Kultur anzubieten, wo sich immer ein paar Besucher zu einer Ausstellung einfinden werden – selbst wenn sie extrem schwierig oder extrem eigenartig ist. Aber wie verhält es sich mit „vergessenen” Städten wie Eisenhüttenstadt? Werden auch dort die Leute kommen, um sich Kunst anzuschauen?

[…]

Das Projekt beruht auf der Idee, einen Raum im Zentrum von Eisenhüttenstadt zu eröffnen und dort kulturelle Aktivitäten durchzuführen. Das Programm ist von zwei Berliner Kunstinstitutionen entwickelt worden: Berliner Künstlerprogramm/DAAD und me Collectors Room Berlin/Stiftung Olbricht. Mit der Organisation von Programmen in Eisenhüttenstadt und der Anwesenheit vor Ort stehen sie vor der Herausforderung, „gefiltert” und infrage gestellt zu werden. Die Idee ist, aktiv zu handeln und zu versuchen, die Bürger zu verstehen, ihre jeweiligen Bedürfnisse und die Situation in der Stadt. Was könnte das den Bürgern bringen – falls es überhaupt etwas bringt? Und inwiefern werden die Berliner Akteure gezwungen sein, ihre eigene Rolle als Institutionen zu überdenken?“

Bislang stehen also ein sehr offenes (DAAD) und ein weitgehend durchstrukturiertes Projekt (me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht) fest. Jedoch ist auch beim letzteren nur der Rahmen nicht jedoch der konkrete Inhalt vorhersehbar. Dieses Weblog in Zusammenarbeit mit dem Eisenhüttenstadt-Blog dient der Dokumentation der Projektverläufe und des diese flankierende allgemeine Geschehens nicht zuletzt um am Ende der Laufzeit der durch Eisenhüttenstadt gefilterten Biennale-Aktivitäten nachprüfen zu können, wie ein mögliche Antwort auf die Fragen Artur Żmijewskis aussehen könnte.

Das Weblog ist als Mehrautorenblog gedacht. Das bedeutet, dass Künstler, Kinder und Kuratoren (bzw. kuratorische Assistentinnen), sofern sie denn möchten, ebenfalls Beiträge einstellen dürfen.

Rückkopplungen, Ideen und Beiträge sind jederzeit per Kommentar oder per E-Mail an forgetfear@retrace.de willkommen.

Eisenhüttenstadt, 08.05.2012 (bk)

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