Feldstudien in Eisenhüttenstadt: Der erste Fototag des Sichtwechsel-Projekts.

by Ben

Wer heute am Vormittag im Nordwesten der Eisenhüttenstadt unterwegs war, sah eventuell in Richtung Gartenfließ und Neuzeller Straße junge Menschen im Gras liegen und bei genauerem Hinsehen in ihren Händen zahllose Fotokameras und bei noch genauerer Betrachtung der Szenerie  zwei hölzerne Objekte, aus die sich eben diese Kameras und jungen Menschen teilweise fast weltvergessen konzentrierten.

Morgen wird sich dies nach aller Planung wiederholen, denn diese Wochenhälfte steht vollumfänglich im Zeichen des Sichtwechsel-Projektes der Eisenhüttenstadt-gefilterten Berlin Biennale. Dieses Zeichen ist übrigens ein kräftig-leuchtendes Plus, denn positiver als die heutigen Rundgänge können solche Touren gar nicht verlaufen. Louis Luba und Memento Moritz erfreuen sich auf ihren Eisenhüttenstadttouren höchster Aufmerksamkeit und zugleich größter Sorgfalt, begegnen sowohl der einheimische Vogelwelt (Enten am Gartenfließ), der bronzenen bzw. steinernden Plastizität der Kunst im Stadtraum, regionalem Journalismus (mitsamt der fröhlich-freundlichen Praktikantin Lisa), dem rosigen Blütenreich des frisch gemähten Rosenhügels und schließlich sogar der lokalen Fußballplatzkultur mit einem denkbar netten Platzwart. All diese Entdeckungen wurden von den SchülerInnen der Schönfließer Grundschule eifrig im Lichtbild festgehalten und da wir mit dem Chaperonieren der beiden Leihgaben aus der Wunderkammer des Berliner me Collectors Room erwartungsgemäß kaum ausgelastet waren, bot sich die Gelegenheit, die ungebremste Freude an der Entdeckung per Fotografie selbst spiegelreflexiv zu dokumentieren. Und damit im Prinzip ganz gleich gestimmt zu handeln.

Viel mehr folgt demnächst. Heute gibt es vorerst nachfolgende Bilder als unmittelbaren Eindruck:

Sichtwechsel Eisenhüttenstadt - Tag 1

Sichtwechsel Eisenhüttenstadt – Tag 1 / Fotos: bk

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